Rauchen

Die ungesunde Angewohnheit

Rauchen ist krebserregend, das weiß jeder. Diese Tatsache kann aber knapp zwei Drittel aller Erwachsenen in Deutschland nicht davon abhalten, regelmäßig zum Glimmstängel zu greifen. Bei Jugendlichen treten die klassischen Zigaretten immer weiter in den Hintergrund des Interesses. Dafür werden andere Formen des Rauchens, wie zum Beispiel Shisha oder E-Zigarette immer beliebter. Doch warum fangen Menschen überhaupt an zu rauchen? Bei einer Umfrage1) des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) gaben die meisten Raucher an, bereits seit ihrer Jugendzeit zu rauchen. Dass Jugendliche mit dem qualmen anfangen, kann dabei verschiedene Gründe haben. Besonders oft werden die folgenden genannt: Soziales Umfeld: Jugendliche, die Raucher in ihrem Freundeskreis oder ihrer Familie haben, greifen mit einer größeren Wahrscheinlichkeit ebenfalls zur Zigarette als andere. Einen besonders großen Einfluss auf die Einstellung zum Rauchen haben die Eltern. Unterbewusstsein: Auch unterbewusst können sich Jugendliche zu Rauchern entwickeln. So fangen zum Beispiel Jugendliche, die häufig Filme sehen, in denen viel geraucht wird, mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit selbst damit an. Gewicht: Besonders Teenagerinnen greifen häufig zur Zigarette, da sie sich dadurch einen Gewichtsverlust erhoffen. Denn Rauchen hemmt das Hungergefühl und den Appetit. Entspannung: Für viele Menschen steht der Glimmstängel nach wie vor für Entspannung und Stressabbau. Lifestyle: Obwohl das Rauchen etwas von der Coolness der 70er, 80er und 90er Jahre verloren hat, hat es für viele Menschen immer noch etwas von einem lockeren Lifestyle. Soziale Kontakte: Besonders auf der Arbeit tun sich Raucher gerne zusammen. Klar, wer regelmäßig die Zigarettenpause zusammen verbringt, kommt leicht ins Gespräch.

Pall Mall, Marlboro, L&M – das sind die beliebtesten Zigarettenmarken in Deutschland

Marlboro

Niemanden dürfte es verwundern, dass Marlboro auf dem ersten Platz dieser Liste zu finden ist. Immerhin ist dies eine der bekanntesten Marken auf der ganzen Welt. Sie gehört zu dem Konzern Philip Morris aus den Vereinigten Staaten. Eine besondere Bekanntheit erlangte die Marke durch den Marlboro Man 2). Die Werbekampagne, die im Jahr 1954 anlief, war ein voller Erfolg. In den beiden darauffolgenden Jahren stieg der Umsatz an Marlborozigaretten um 300 Prozent. Weitere Berühmtheit erhielt die Marke als Formel 1 Sponsor. Deutschlandweit ist Marlboro die meistverkaufte Zigarettenmarke.

John Player Special (JPS)

Wie Marlboro auch, war auch die Marke JPS als Sponsor in der Formel 1 tätig. Die Marke wurde von dem britischen Unternehmer John Player begründet. Heute ist sie Teil der Imperial Brands, zu dem unter anderem auch die Marke Gauloises gehört.

Pall Mall

Der Name Pall Mall bezieht sich auf eine berühmte Straße in London, in der City of Westminster. Dort befinden sich zahlreiche sogenannte Gentlemen Clubs, in denen sich die männliche Oberschicht seit dem frühen 19. Jahrhundert trifft. Dementsprechend war die Marke Pall Mall zunächst eher für wohlhabende Menschen gedacht. Berühmt war die Marke besonders für ihre sehr langen Zigaretten.

L&M

In Deutschland sehr bekannt und beliebt ist die Marke L&M. Der Name steht dabei für die Gründerfirma, Liggett & Myers, die im Jahr 1873 gegründet wurde. In den Vereinigten Staaten ist die Marke nicht sehr populär, geraucht wird sie vor allem in Lateinamerika, West- und Osteuropa und im arabischen Raum.

Lucky Strike

In Deutschland wurde die amerikanische Lucky Strike im Laufe des Zweiten Weltkriegs bekannt. Amerikanische Soldaten brachten sie nach Europa. In dieser Zeit wurde die Farbe der Schachtel von Grün auf Weiß geändert, da grüne Farbe für Militäruniformen verwendet wurde und daher sehr teuer war. Nach dem Krieg waren sie in Deutschland als Tauschmittel sehr begehrt. Der Name Lucky Strike (deutsch: Glückstreffer) geht übrigens auf den Goldrausch zurück. Nur die wenigsten der Goldgräber wurden reich und wer tatsächlich Gold fand, erzielte einen Glückstreffer. Ebenso glücklich durfte jeder sein, der eine Lucky Strike rauchte. Naja, zumindest fast… Anmerkung: Jede dieser Marken kostet derzeit in der Standardausführung etwa sechs Euro, wobei eine Schachtel circa 20 Zigaretten enthält. Daneben gibt es aber natürlich noch Big Packs und Sonderausführungen, wie zum Beispiel Light-Zigaretten oder Mentholzigaretten. Deutsche Marken wie beispielsweise Ernte 23 oder Roth-Händle sind wenig gefragt und verschwinden nach und nach vom Markt.

Wie hat sich die Zigarette entwickelt?

Du hast nun bereits Einiges über die Motive eines Rauchers und verschiedene Marken erfahren. Aber wie ist die heutige Zigarette überhaupt entstanden? Um diese Frage zu klären, müssen wir einen Blick in die Geschichte werfen, genauer gesagt nach Amerika um das Jahr 600 v. Chr. Aus dieser Zeit stammen die ältesten Darstellungen des Tabakrauchens. Die Tabakpflanze selbst ist in Mittel- und Südamerika beheimatet. Ihr wurden von den Ureinwohnern schon in frühester Zeit spirituelle Kräfte nachgesagt. Daher wurde ihr Rauch vor allem bei spirituellen Ritualen inhaliert. Als Christoph Kolumbus3) schließlich im Jahr 1294 in Amerika landete, schenkten ihm die Indianer Tabak und Tabakpflanzen, die er nach Europa brachte. Dass sie ihn rauchen sollten war den Eroberern zunächst nicht klar, sie erfuhren es erst, als sie einige Ureinwohner dabei beobachteten. In Europa erfreute sich das Rauchen schnell großer Beliebtheit und fand Eingang in alle Bevölkerungsschichten. Geraucht wurde vor allem mit Pfeifen oder Zigarren. Die Zigarette wie wir sie heute kennen, entstand, als Arbeiterinnen einer Zigarrenfabrik Tabakreste in Papier wickelten und verkauften. Diese waren wesentlich billiger als die teuren Zigarren. Bereits im 17. Jahrhundert nutzten einige Herrscher die Popularität des Tabaks, um daraus Profit zu schlagen, indem sie von Konsumenten Abgaben verlangten. Bis heute hat sich daraus die Tabaksteuer erhalten. Auf der anderen Seite war das Rauchen vielerorts verpönt und wurde sogar bestraft. Eingang in die Gesellschaft erreichte es erst wieder im 19. Jahrhundert. Hier wurde es zunehmend ein Ausdruck der Gelassenheit. Nach und nach wurden Rauchverbote abgeschafft, was die Gesellschaft als großen Gewinn betrachtete. Erst im Dritten Reich wurde dieser Hype wieder gedämpft. Die Nazis setzten Maßnahmen gegen das Rauchen durch, vor allem Frauen sollten sich diesem Genuss nicht hingeben. Insgesamt stieg der Konsum aber auch in dieser Zeit weiter an. Nach dem Krieg wurden Zigaretten zur Ersatzwährung für das durch Inflation wertlos gewordene Geld. Wissenschaftliche Studien über die gesundheitlichen Auswirkungen, die es zu dieser Zeit bereits durchaus gab, verloren an Bedeutung und wurden vergessen. Im Gegenteil, Nikotin galt als Wachmacher und daher wurde es durchaus empfohlen, sich im Straßenverkehr ab und zu eine Zigarette zu gönnen. 1962 konnte der Zusammenhang zwischen dem Rauchen und dem erhöhten Risiko, an Lungenkrebs oder Herzbeschwerden zu erkranken, erstmals zweifelsfrei nachgewiesen werden. Obwohl das Rauchen auch in der Folgezeit weiter populär blieb, wurde es mit fortgeschrittenem medizinischen Kenntnisstand immer unbeliebter. Die Folge sind die ständige Suche nach Alternativen (Nikotinpflaster, E-Zigarette) oder Rauchverbote in öffentlichen Einrichtungen.

Wie ist eine Zigarette aufgebaut und wie funktioniert sie?

Jeder weiß wie eine Zigarette aussieht, aber nur die wenigsten kennen die genauen Bestandteile wirklich und wie sie funktionieren. Aus diesem Grund möchten wir dir die Funktionsweise in diesem Kapitel näherbringen.

Der Tabak

Der wichtigste Bestandteil einer Zigarette ist natürlich der Tabak, er macht etwa 700 Milligramm des Gesamtgewichts aus. Er wird aus den Blättern der Tabakpflanze gewonnen, die von Natur aus Nikotin enthält. Dieser Stoff ist es, der Raucher körperlich süchtig macht. In einem aufwändigen Verfahren, bei dem die Blätter unter anderem getrocknet, geschnitten, fermentiert und geröstet werden, entsteht der braune Feinschnitttabak wie du ihn aus der Zigarette kennst. Bevor er jedoch weiterverarbeitet wird, kommen noch einige Zusatzstoffe hinzu, zum Beispiel: Zucker: Durch das Verbrennen karamellisiert der Zucker und gibt der Zigarette so einen angenehmeren Geschmack. Menthol: Jede Zigarette enthält kleine Mengen Menthol. Wenn Rauch in deine Lunge dringt, aktiviert dein Körper automatisch dein Reiz- und Schmerzempfinden. Das führt dazu, dass du Husten musst. Menthol wiederum hemmt dieses Empfinden. Mentholzigaretten enthalten wesentlich mehr des Stoffes als gewöhnliche Zigaretten. Glycerin: Glycerin und andere Feuchthaltemittel sorgen dafür, dass der Tabak nicht austrocknet und seinen Geschmack behält. Des Weiteren können je nach Marke auch Kaffee, Kakao, Tee, Lakritze und viele andere Stoffe enthalten sein. Neben diesen Inhaltsstoffen entstehen durch das Verbrennen des Tabaks Kohlenmonoxid und andere hochgiftige Stoffe. Aus diesem Grund werden andere Formen des Tabakkonsums, wie zum Beispiel Snus, Kau- oder Schnupftabak als weniger schädlich eingeschätzt.

Das Papier

Zigarettenpapier muss die Anforderung bestehen, nicht zu brennen, wenn man eine Zigarette entzündet, aber dennoch zu glimmen. Dies wird durch spezielle Imprägnierungen erreicht. Grundsätzlich besteht das Papier aus einer Mischung von Hanf-, Holz-, Flachs- und Reisfasern und ist sehr viel dünner als gewöhnliches Papier. Papers zum selbstdrehen sind außerdem mit einem Klebestreifen versehen.

Der Filter

Der Filter ist im Vergleich zur Zigarette eine relativ junge Erfindung. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen Filterzigaretten in Mode. Damals wurden sie aber weniger aus gesundheitlichen Gründen eingeführt, sondern vor allem, damit kein Tabak in den Mund gelangen konnte. Zuvor waren dafür gesonderte Mundstücke verwendet worden, die den Rauch aber nicht filterten. Da der Rauch durch den Filter milder wurde, galten Filterzigaretten zunächst als unmännlich und wurden vor allem von Frauen konsumiert. Das änderte sich erst in den 1950er Jahren, als es wissenschaftliche Studien zum Thema Gesundheit gab. Erst durch den Marlboro-Mann, der Cowboy, der für Männlichkeit stand und dennoch Filterzigaretten rauchte, verschwand das Klischee, dass Filter unmännlich sind. Heute sorgt der Filter dafür, dass ein Großteil der Schadstoffe aus dem Zigarettenrauch herausgefiltert wird. Er besteht aus Cellulose und wird durch chemische Verfahren so verdichtet, dass er kleinste Partikel zurückhalten kann. Bei den meisten Light-Zigaretten wird der Filter mit vielen winzigen Löcher durchsetzt, die dafür sorgen sollen, dass der Rauch sich mit Luft vermischt und dadurch abgeschwächt wird. Da die meisten Raucher diese Löcher aber mit ihren Fingern unbeabsichtigt zuhalten, verfliegt dieser Effekt oft.

Die Gesetzgebung in Deutschland – wo darfst du rauchen?

Seit dem ersten September 2007 4) ist das Rauchen in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt. Vorher durften Jugendliche bereits ab 16 Jahren Zigaretten erwerben und rauchen. Dadurch erhoffte sich der Staat, Jugendliche vom Rauchen abhalten zu können. Gleichzeitig wurde das Rauchen auch in öffentlichen Einrichtungen und im öffentlichen Personenverkehr verboten. Das sollte vor allem die Nichtraucher vor der passiven Schädigung durch Zigarettenrauch schützen. In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens darf auch im Freien nur in festgelegten Bereichen geraucht werden (z.B. Bahnhof). Darüber hinaus darf jedes Bundesland selbst über verschiedene Bereiche des Rauchverbots entscheiden, zum Beispiel das Rauchen in Kneipen. So darf in Bayern ausnahmslos nicht in Kneipen, Bars und Gaststätten geraucht werden. Lediglich Privatfeiern sind ausgenommen. In anderen Bundesländern, wie Berlin, gibt es sogenannte Raucherkneipen, in welchen geraucht werden darf. Hier darf jedoch nur Personen ab 18 Jahren Einlass gewährt und es dürfen keine frischen Speisen serviert werden. Wieder andere Bundesländer erlauben das Rauchen in Kneipen, wenn dies in einem geschlossenen, abgegrenzten Raum geschieht. Eine der neuesten Versuche, Raucher zu bekehren, sind die Schockfotos, die zusätzlich zu den Warnhinweisen auf Schachteln prangen.

Tabaksteuer

Eine bei den Betroffenen sehr umstrittene Maßnahme gegen das Rauchen ist die Tabaksteuer. Mittlerweile fallen etwa drei Viertel des Schachtelpreises an den Staat. Trotz sinkender Verkaufszahlen bleiben die Einnahmen des Staates dadurch in etwa gleich. Diese beliefen sich im Jahr 2016 auf stolze 14,2 Milliarden Euro. 5) Doch du solltest auch die Kehrseite der Medaille betrachten. Experten gehen davon aus, dass der Tabakkonsum den Fiskus mit etwa 80 Milliarden Euro belasten. 6) Dies liegt vor allem an den gesundheitlichen Kosten, die durch aktives und passives Rauchen entstehen. Um die Differenz komplett decken zu können, müsste eine Schachtel über elf Euro kosten.

Tabakwerbung

Das Werben für Tabakerzeugnisse ist in Deutschland ebenfalls nur unter Einschränkungen möglich. So darf in Fernsehen, Radio und Printmedien keine Werbung für Zigaretten gezeigt werden. Ausnahme sind Fachzeitschriften des Tabakhandels etc. Im Kino darf nach 18 Uhr hingegen auch weiterhin Werbung für Zigaretten gezeigt werden. Gleiches gilt für Außenwerbung, also Plakate und ähnliches. 7) Zigaretten im Ausland kaufen Viele Deutsche unternehmen regelmäßig Fahrten nach Tschechien, um dort Zigaretten und Alkohol zu kaufen. Aufgrund der dortigen Steuerbestimmungen sind diese Waren dort günstiger zu bekommen als hier. Doch bei der Einfuhr solltest du vorsichtig sein, denn aufgrund der deutschen Zollbestimmungen darfst du nur eine begrenzte Anzahl an Zigaretten mit über die Grenze bringen. Aktuell sind das 800 Einzelzigaretten. Bei einer Packungsgröße von 20 Schachteln entspricht dies vier Stangen.

Selbstgedrehte oder Fertigkippen – was ist billiger?

Viele Menschen drehen ihre eigenen Zigaretten, anstatt sich fertige zu kaufen. Dafür benötigen sie die einzelnen Bestandteile einer Zigarette, die sie dann selbst zusammenfügen müssen. Wenn du alle Komponenten zusammenrechnest, erkennst du, dass sich das selbstdrehen durchaus lohnt: Tabak: Je nachdem, welche Marke du verwendest, kosten 30 Gramm üblicherweise zwischen vier und fünf Euro. Daraus kannst du etwa 40 Zigaretten drehen. Papier: Zigarettenpaper kosten etwa 0,60 Euro pro 60 Stück. Filter: Filter bekommst du bereits für 1,20 pro Packung. In einer Packung sind dabei etwa 120 Stück. Rechnung für 20 Zigaretten: 2,50 € (Tabakpreis 5 €) + 0,20 (Paper) + 0,40 € (Filter) = 3,10 € Für eine Schachtel Zigaretten zahlst du im Laden gewöhnlich etwa sechs Euro für eine Schachtel mit 20 Kippen – also knapp das Doppelte! Natürlich möchten wir dir aber auch die Schattenseiten des Selbstdrehens nicht vorenthalten, denn neben der lästigen Handarbeit haben Experten herausgefunden, dass Selbstgedrehte in der Regel wesentlich schädlicher sind als fertige Zigaretten. Dies soll vor allem darauf zurückzuführen sein, dass die Fluppen dann mehr Tabak beinhalten und demzufolge auch mehr Schaftstoffe enthalten sind. Du hast nun einiges über die klassische Tabakzigarette erfahren. Mittlerweile erobert aber eine neue Form des Rauchens den Markt – die E-Zigarette. Im Folgenden findest du einige interessante Facts und nützliches Wissen rund um die elektronische Zigarette.

Die E-Zigarette – Revolution des Rauchens

Auf der Suche nach einer gesünderen Alternative zur Zigarette, wurde bereits in den 1960er Jahren ein elektronisches Modell entwickelt, welches jedoch nie in die Serienproduktion ging. Erst im Jahr 2003 wurde die E-Zigarette erfunden, wie wir sie kennen. Sie basiert auf der Technik, mit der auch in Discotheken Nebel in die Luft geblasen wird. Mittlerweile unterscheiden sich die Modelle verschiedener Hersteller in ihrer Funktionsweise. Die folgenden Komponenten kannst du aber in jeder E-Zigarette finden: 8) Liquid: Die Funktion einer E-Zigarette basiert auf dem Verdampfen einer Flüssigkeit, dem sogenannten Liquid. Diese Flüssigkeit besteht aus Wasser, Glycerin, Propylenglycol und, je nach Sorte, Nikotin. Zusätzlich sind Aromastoffe enthalten. Deshalb gibt es verschiedene Geschmacksrichtungen für die E-Zigarette. Üblicherweise lässt sich das Liquid wieder nachfüllen, es gibt aber auch elektronische Einwegzigaretten. Verdampfer: Wie der Name schon sagt, versorgt der Verdampfer den Raucher mit dem Dampf. Der Unterschied zwischen Dampf und Rauch ist dabei entscheidend, denn Rauch entsteht nur durch das Verbrennen von Tabak, hier wird jedoch Flüssigkeit verdampft. Experten schätzen, dass der Dampf einer E-Zigarette etwa 95 Prozent weniger schädlich ist als gewöhnlicher Zigarettenrauch. 9) Akku: Der Akku versorgt den Verdampfer mit der nötigen Energie.

Wo darfst du E-Zigarette dampfen?

Schon der Begriff „Dampfen“ zeigt, dass es zwischen einer gewöhnlichen Fluppe und einer E-Zigarette zu differenzieren gilt. Da eine elektronische Zigarette eben gedampft und nicht geraucht wird, fällt sie auch nicht unter das Nichtraucherschutzgesetz 10). Damit ist das Dampfen grundsätzlich überall erlaubt. Das gilt aber nur in der Theorie, denn das letzte Wort hat der Besitzer der jeweiligen Einrichtung. Während man in vielen Bars, Kneipen und Discos der E-Zigarette gegenüber offen eingestellt ist, ist das Dampfen in der Bahn zum Beispiel nicht gestattet.11) Grundsätzlich solltest du also immer vorher nachfragen, bevor du dir einen Zug gönnst. So kannst du sicher sein, dass du die Wünsche deines Gastgebers stets respektierst.

E-Zigaretten sind günstiger als fertige Tabakzigaretten

Im Vergleich zu fertigen Tabakzigaretten ist das Dampfen auf Dauer wesentlich günstiger! Ein hochwertiges Modell kannst du ab einem Preis von etwa 60 Euro erstehen, Einsteigermodelle gibt es bereits ab 25 Euro. Die Folgekosten orientieren sich stark an den Gewohnheiten des Nutzers. 12)Grundsätzlich muss der Verdampferkopf regelmäßig ausgetauscht und das Liquid immer wieder nachgefüllt werden (ca. fünf Euro pro Flasche). Hinzu kommt der Akku, der meist einmal im Jahr ersetzt werden muss. Ein Dampfer mit einem moderaten Verbrauch wird so auf etwa 450 bis 500 Euro im Jahr kommen, während ein Raucher, der eine Schachtel am Tag qualmt, auf ca. 2.000 Euro kommt. Du siehst, im Gegensatz zur gewöhnlichen Zigarette hat die elektronische Variante einige Vorteile. Sie ist sowohl kostengünstiger, als auch gesünder 13) und du kannst sie fast überall benutzen. Die vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen sorgen außerdem für Abwechslung. Auf der anderen Seite vermissen viele langjährige Raucher den klassischen Tabakgeschmack und die Authentizität der guten alten Zigarette. Eine weitere Form des Rauchens möchten wir dir noch vorstellen, nämlich die Wasserpfeife.

Die Shisha – Rauchen für Genießer

Die Shisha grenzt sich vor allem dadurch von den beiden anderen Varianten ab, dass sie weniger zur Suchtbefriedigung genutzt wird und einen höheren Genussfaktor besitzt. Die Wasserpfeife stammt aus der arabischen Region und wird dort seit dem 16. Jahrhundert verwendet14). In Deutschland hat es in den vergangenen 15 Jahren einen regelrechten Shisha-Boom gegeben. Viele junge Erwachsene treffen sich regelmäßig zu Hause oder in einer Shisha-Bar, um gemeinsam eine Wasserpfeife zu rauchen. Dabei steht vor allem die Gemeinschaft im Vordergrund, denn eine Shisha wird eigentlich immer mit mehreren Personen geraucht.

Wie funktioniert die Wasserpfeife?

Eine Shisha besteht grundsätzlich aus vier Bestandteilen: Wassergefäß: Ihren Namen erhält die Wasserpfeife von ihrer Art, den Rauch zu filtern. Bevor dieser in die Lunge des Rauchers gelangt, wird er durch ein Gefäß, das mit Wasser gefüllt ist, geleitet, wo die wasserlöslichen Bestandteile herausgefiltert werden. Zudem wird der heiße Rauch durch das Wasser abgekühlt. Schlauch: Am Schlauch befindet sich ein Mundstück mit dem der Nutzer den Rauch inhalieren kann. Viele Wasserpfeifen haben mehrere Anschlüsse, sodass zwei oder mehr Schläuche angebracht werden können. Rauchsäule: Sie besteht üblicherweise aus Chrom oder Messing und ist dafür zuständig, dass der Rauch ins Wassergefäß und den Schlauch gelangen kann. Kopf: Der Kopf wird oben auf der Rauchsäule angebracht. Hier wird der Tabak hineingegeben, der wiederum durch ein Stück Kohle entzündet wird. Den Tabak gibt es in verschiedenen Geschmackssorten. Er wird im Kopf platziert, darüber wird eine Alufolie gespannt, die mit Löchern versehen wird. Auf die Folie wird ein Stück Kohle gelegt. Durch die Löcher kann die Kohle die Feuchtigkeit des Tabaks mit jedem Zug verschwelen, wodurch der Rauch entsteht. Da der Tabak nicht unmittelbar geraucht wird, gehen Experten des Bundesinstituts für Risikobewertung 15) davon aus, dass das Shisharauchen weniger schädlich ist als herkömmliche Zigaretten. Jedoch gibt es hierzu keine bewiesenen Studien und sehr viele verschiedene Meinungen. Fest steht auf jeden Fall, dass auch das Rauchen einer Wasserpfeife die typischen Krankheitsbilder wie Krebs oder Herzprobleme fördert. Tipp: Achte darauf, dass du deine Pfeife nach jeder Nutzung gründlich reinigst. Nur so kannst du sicher sein, dass dir der Rauchgenuss lange erhalten bleibt.

Rechtliches zur Wasserpfeife

Da beim Rauchen einer Wasserpfeife Tabak verwendet wird, ist auch dieser Genuss erst ab einem Alter von 18 Jahren gestattet. Grundsätzlich darf die Shisha überall geraucht werden, jedoch solltest du dich auch hier an die Gesetze des Nichtraucherschutzgesetzes halten. In einem Restaurant solltest du daher nicht plötzlich deine Shisha auspacken und einen Kopf rauchen. Aber das versteht sich ja von selbst, oder? Auf öffentlichen Plätzen hingegen darfst du dich mit deinen Freunden auf einen Kopf treffen, solange ihr alle über 18 Jahre alt seid. Das Shisha rauchen ist also im Park erlaubt. Darüber hinaus gibt es mittlerweile eigentlich in jeder Stadt mindestens eine Shishabar, wo du Cocktails schlürfen und Wasserpfeife rauchen kannst. Im Urlaub möchten sich viele Shishaliebhaber gerne einen ausgefallenen Tabak mitnehmen, den es in Deutschland vielleicht nicht gibt. Das gilt besonders für die arabischen Länder, wo die Wasserpfeife ihre Wurzeln hat. Bei der Einfuhr solltest du jedoch vorsichtig sein, denn auch hier gelten die Zollbestimmungen für Tabakwaren. Mehr als 250 Gramm Wasserpfeifentabak darfst du nicht über die Grenze bringen. Du solltest dann aber auch beachten, dass du keine weiteren Tabakwaren wie Zigaretten oder ähnliches im Gepäck haben darfst.

Welche Kosten fallen bei einer Wasserpfeife an?

Die Preise für eine Shisha können stark variieren. Günstige Modelle gibt es bereits ab 20 Euro, jedoch ist hier auch die Qualität dementsprechend niedriger. Für ein Einsteigermodell empfiehlt sich die Preiskategorie bis 50 Euro, erfahrene Raucher können auch mehr ausgeben. Für 200 Euro bekommst du eine hochwertige und schön verzierte Wasserpfeife. Wer seine Shisha gerne mit zu Freunden nehmen möchte, sollte sich für ein kleines Modell entscheiden, dass sich leicht transportieren lässt. Eine größere Shisha wird jedoch von Shisha-Experten in der Regel bevorzugt. Darüber hinaus benötigst du natürlich auch Tabak. Auch hier variieren die Preise stark. Guten Tabak bekommst du für etwa 15 Euro pro 200 Gramm, je nach Wunsch kannst du aber auch weniger oder deutlich mehr ausgeben. Probiere einfach Verschiedenes aus und finde deinen persönlichen Wunschtabak. Eine gute, selbstzündende Kohle schlägt mit circa sieben Euro zu Buche. Darüber hinaus solltest du immer Alufolie, einen Brenner und eine Kohlenzange zur Hand haben.

Fazit

Rauchen hat eine lange Tradition. Viele Menschen möchten auf dieses Genussmittel nicht mehr verzichten, obwohl es sehr gesundheitsschädigend ist. Trotz der Tatsache, dass viele Experten die E-Zigarette als kurzzeitigen Hype betrachten, geht der Konsum von Tabakzigaretten mehr und mehr zurück und die elektronische Alternative ist auf dem Vormarsch, denn sie schont Gesundheit und Geldbeutel. Bei jungen Menschen ist auch die Shisha sehr beliebt, die vor allem mit gemeinschaftlichem Rauchen in Verbindung gesetzt wird. Letztlich solltest du dich fragen, ob dir dieser Genuss deine Gesundheit wert ist. Die Frage nach der Art des Rauchens kannst nur du selbst entscheiden. Viele Raucher vermissen bei der E-Zigarette den guten alten Tabakgeschmack. Wie sieht’s bei dir aus?